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Die
Zofingerin Olivia Wyss und die Luzernerin Eliane Waser gewinnen an der
U23-WM in Brandenburg im leichten Doppelzweier die Bronzemedaille und
damit das einzige Edelmetall für den Schweizer Ruderverband.

RAPHAEL NADLER
«Wir sind überglücklich mit
dieser Bronzemedaille», sagen Olivia Wyss und Eliane Waser
übereinstimmend. «Als wir hier anreisten, hat keine von uns mit so einem
Erfolg gerechnet.» Schliesslich trainierten die beiden vor der WM gerade
mal eine Woche gemeinsam und sassen erstmals gemeinsam an einer Regatta
im Boot.
Vor einem Monat wollte Olivia Wyss noch den «Bettel hinschmeissen».
Krankheiten und Verletzungen warfen sie zurück, liessen sie zweifeln, ja
um ein Haar aufgeben. Doch ihr Umfeld leistete ganze Arbeit, baute sie
wieder auf, besorgte ein neues Boot und Wyss begann wieder an sich zu
glauben. Silber und Bronze an der Schweizer Meisterschaft im Skiff
machten ihr deutlich, dass auch die Form stimmt. Weil sie lange nicht
wusste, ob und allenfalls mit wem sie an der U23-WM starten soll, kam
nochmals etwas Unmut auf. Doch dieser war spätestens nach dem Vorlauf an
der WM weggeblasen. Die baldige Studentin und ihre Teamkollegin Eliane
Waser wurden von Rennen zu Rennen besser.
Gar an der Spitze gelegen
Nach den guten Leistungen im WM-Vorlauf und dem Sieg im
Halbfinal haben Eliane Waser und Olivia Wyss auch im Final Stärke
bewiesen. Sie wurden hinter Deutschland und Griechenland Dritte. Am
Start kamen sie wiederum sehr gut weg und lagen nach 150 Metern gar in
Führung. Sehr schnell setzten sich drei Boote ab mit Wyss und Waser in
dritter Position. Diese war bis ins Ziel nie in Gefahr. Die Deutschen
fuhren an der Spitze ein einsames Rennen. 500 Meter vor dem Ziel hatten
sich die Schweizerinnen noch auf Rang zwei vorgearbeitet, mussten am
Ende aber für ihren Effort etwas büssen und die Griechinnen noch
vorbeiziehen lassen. Hinter Wyss/Waser klassierten sich Frankreich,
Russland und Grossbritannien.
Gratulation kam per SMS
Nationaltrainer Tim Foster erfuhr per Natel von der
Bronzemedaille der beiden Schweizerinnen. Er war bereits am
Sonntagmorgen aus Brandenburg abgereist, um zusammen mit André Vonarburg
in Korea die Olympiavorbereitung zu beginnen. Kurz nach der ersten
Zwischenlandung kam dann seine Gratulation per SMS.
Olivia Wyss und Eliane Waser freuten sich nicht nur über ihre
WM-Medaille, sondern auch über die Tatsache, dass ihre Dresses begehrt
waren. So befinden sich in ihren Taschen nun amerikanische und
französische Renntrikots. Die Medaillen haben sie aber für die Schweiz
geholt.
(c) Zofinger Tagblatt / Ausgabe vom
21.07.2008
Bericht als
PDF-Datei
Bericht Schweizerischer Ruderverband
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